Mitschnitt: Dr. Heinz-Jürgen Voß – Queer-feministische Kapitalismuskritik

18.11.2013
Dr. Heinz-Jürgen Voß
Queer-feministische Kapitalismuskritik” (Medium: Video des Vortrags mit Audio. Bei diesem Vortrag ist keine Gebärdensprachdolmetschung verfügbar.)

Ankündigungstext:

Statt beim derzeit angesagten Label ‚queer-feministische Ökonomiekritik‘ unterzuschlüpfen, haben wir uns beim Schreiben von „Queer und (Anti-)Kapitalismus“ dafür entschieden, den Kapitalismus beim Namen zu nennen. Es handelt sich um ein ‚systemisches Herrschaftsverhältnis‘ und nicht um eine ‚ Fiktion‘ mit ‚Freiräumen‘. Wir schlagen vor, dass (queere) Kapitalismus-Kritik grundlegend auf den Analysen und Kämpfen aus dem globalen Süden und von People of Color aufbaut. Denn schon 1969 in der New Yorker Christopher Street waren es „[S]chwarze und Drag Queens/Transgender of colour aus der Arbeiterklasse“, die den Widerstand gegen heteronormative Ausgrenzung und Gewalt trugen und „sich in Abgrenzung zu weißen Mittelklasse-Schwulen und [-]Lesben ‚queer‘ nannten, lange bevor deren akademische Nachfahren sich diese Identität aneigneten“ (Jin Haritaworn).

In einem Vortrag mit anschließender Diskussion erläutert Heinz-Jürgen Voß die Grundlagen queer-feministischer Kapitalismuskritik.

Dr. Heinz-Jürgen Voß (Dipl. Biol., Dr. phil.) arbeitet zu biologie- und medizinethischen Schwerpunkten. 2010 promovierte er_sie zur „Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive“. Aktuelle Buchveröffentlichungen: Queer und (Anti-)Kapitalismus (Stuttgart 2013; gem. mit Salih Alexander Wolter), Biologie & Homosexualität: Theorie und Anwendung im gesellschaftlichen Kontext (Münster 2013), Interventionen gegen die deutsche „Beschneidungsdebatte“ (Münster 2012; gem. mit Zülfukar Çetin und Salih Alexander Wolter), Intersexualität – Intersex: Eine Intervention (Münster 2012).

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