Eröffnungsvortrag für dieses Semester: „Zur Konstruktion von Sexualität – Über die (De-) Pathologisierung von (A-) Sexualität“ – Vortrag von Judith Scheunemann

Auf Einladung des Arbeitskreises „Queere Ringvorlesung“ der JLU Gießen wird Judith Scheunemann am 21. Oktober einen Vortrag mit dem Titel „Zur Konstruktion von Sexualität – Über die (De-) Pathologisierung von (A-)Sexualität“ halten. Die Veranstaltung findet um 18:30 Uhr in der Alten UB (Bismarckstraße 37) im Hörsaal AUB 1 statt.
Das Vortragsgebäude ist rollstuhlgerecht.
Bei Bedarf können zwei Gebärdensprachdolmetscher_innen zur Verfügung gestellt werden, die bei Bedarf simultan in die deutsche Gebärdensprache übersetzen. Sollten sie benötigt werden, meldet euch bitte möglichst frühzeitig bei uns.

Aus dem Ankündigungstext:
Es ist ein Paradigmenwechsel im Sexualitätsdiskurs auszumachen. War bis vor einigen Jahren noch die Grundannahme, vor allem im psychologisch-psychoanalytischen Dis-kurs die, dass von der hegemonialen Norm abweichende Sexualität(en) als pathologisch zu diagnostizieren und behandeln sei, wird gegenwärtig stärker davon ausgegangen, jeder Mensch solle die eigene Sexualität ausleben solange sie keinem anderen Lebewesen schade. Mit dieser Bewertung von Sexualität kann jedoch eine neue Normierung der Sexualität ausgemacht werden, die davon ausgeht: jeder Mensch müsse sexuell sein und dies als positiv empfinden. Asexuelle Personen werden darüber potentiell immer mehr als pathologisch kategorisiert. Um der Frage nachzugehen, wie das Phänomen Asexualtität be- und verhandelt wird bzw. werden könnte, soll ein historischer Abriss von Freud bis in die Gegenwart zu einem besseren Verständnis der gegenwärtigen Perspektive verhelfen. Darüber hinaus wird darauf eingegangen wie asexuelle Personen sich selbst definieren und wie in Medien das Thema verhandelt wird.

Judith Scheunemann ist Diplomsoziologin mit dem Schwerpunkt Gender Studies. Scheunemann promoviert zur Zeit in Hamburg und Kassel zum Zusammenhang von Geschlecht, Gefühl und Arbeit. Außerdem versucht Scheunemann herangehenden Offi-zier_innen ein soziologisches Verständnis der Welt nahe zu bringen. Zuvor war Scheunemann als Hilfskraft im Gleichstellungsbüro und bei einem Forschungsprojekt zu bildgebenden Verfahren und der Performanz des Körperlichen in der Schwangerschaft in Frankfurt/Main tätig.

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